Day1 Data ist seit dem 30.03.2016 Teilnehmer der Allianz für Cybersicherheit. Die Allianz der Cybersicherheit wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) gegründet und ist eine Initiative des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Die Allianz für Cybersicherheit hat das Ziel Informationen und Erfahrungen bezüglich aktueller Gefährdungen im Cyber-Raum auszutauschen und ggf. Gegenmaßnahmen zu bilden.

Dank dieser Maßnahmen können wir langfristig für mehr Cyber-Sicherheit bei unseren Kunden als auch im eigenen Unternehmen sorgen. Als Teilnehmer stehen uns aktuellste Statistiken, Hintergrundinformationen und Analysen zu Themen und Vorfällen aus den aktuellsten Fällen im Bundesgebiet zur Verfügung. Zudem hat Day1 Data Zugriff auf die aktuellsten Cyber-Sicherheits-Warnungen des BSI.

Außerdem stellt das BSI Informationen zu Schwachstellen über das externe Angebot des Warn- und Informationsdienst (WID) von CERT-Bund bereit. Öffentliche Warnungen des BSI können ebenfalls über das Angebot des BürgerCERT bezogen werden.

Mehr Informationen zur Allianz für Cybersicherheit und deren aktuelle Themen finden Sie unter https://www.allianz-fuer-cybersicherheit.de/ACS/DE/Home/startseite.html.

Ohne vorherige Kenntnisse im Bereich der Datenrettung ist es für viele Kunden schwierig zu beurteilen, bei welchen Anbietern es sich um professionelle Datenrettungsunternehmen handelt und anhand welcher Kriterien diese zu erkennen sind.

Ein erster Anhaltspunkt ist die Lage des Datenrettungslabors. Viele Anbieter haben sogenannte Annahmestellen in allen großen deutschen Städten. Doch wohin wird Ihr Datenträger von dort verschickt? Häufig finden sich dazu Hinweise im Impressum des Anbieters. Doch nicht immer befindet sich das angeblich eigene Datenrettungslabor auch am eingetragenen Verwaltungsstandort.

In vielen Fällen werden die Datenträger einfach an Subunternehmer im In- und Ausland geschickt. Hier entscheidet man sich häufig für den aktuell preisgünstigsten Dienstleister. Letztendlich bedeutet dies, dass an dieser Dienstleistungskette mehrere Parteien verdienen müssen: Der lokale Computershop, welcher als Annahmestelle agiert, der offizielle Anbieter der Datenrettungsdienstleistung und der Subunternehmer, der die eigentliche Dienstleistung (die Datenrettung am Datenträger) ausführt. Dies führt einerseits zu höheren Preisen für den Kunden, als auch zu geringeren Einnahmen beim Subunternehmer selbst, welcher die Datenwiederherstellung ausführt. Damit mehrere Parteien an einer Datenrettung verdienen, müssen die Preise dieser Subunternehmer äußerst preisgünstig sein. Das heißt eine qualitativ hochwertige Arbeit ist hier schlichtweg aus Kostengründen gar nicht erst möglich.

Da die Subunternehmer zudem häufig im Ausland liegen, kommen hierbei noch hohe Versandkosten hinzu, welche meist vom Subunternehmer selbst getragen werden müssen. Damit dieser überhaupt noch an seiner Arbeitsleistung verdienen kann, werden hier in kleinen Hinterhofwerkstätten unter fragwürdigen Bedingungen alle Arbeiten für den Auftraggeber ausgeführt. Es versteht sich von selbst, dass sich diese Subunternehmer aufgrund des Preisdrucks keine qualitativ hochwertigen Präzisionswerkzeuge und Datenrettungstools nach dem neusten Stand der Technik leisten können. Mit einfachsten Mitteln wird hier beispielsweise versucht, mit selbst gebastelten Reinräumen die Schreib-/Leseköpfe von Festplatten auszutauschen. Dass diese Eigenbauten nicht den Anforderungen eines ISO zertifizierten Klasse 100 Reinraumes entsprechen, welcher eine absolut staubfreie Umgebung gewährt, versteht sich von selbst. (Anmerkung: Ein Reinraum sollte mindestens eine Klasse 100 vorweisen können, um garantieren zu können, dass keine Staubpartikel beim Öffnen der Festplatte auf die Magnetscheiben gelangen).

Durch die mangelhafte Qualität der Arbeiten und Reinheitsbedingungen werden viele Datenträger dabei beschädigt und zum Kunden als Daten nicht wiederherstellbar zurückgeschickt.

Somit erreichen uns nicht selten Kunden mit der Bitte eine Datenrettung an Datenträgern durchzuführen, welche bereits von diesen Firmen bearbeitet wurden. Häufig sind dabei nur noch Fragmente der Daten zu retten, zu schwerwiegend sind die Beschädigungen der zuvor geleisteten Datenrettung.

Prüfen Sie daher immer Ihren Datenrettungsanbieter, am besten vor Ort. Alle Arbeiten sollten vor Ort im hauseigenen Labor durchgeführt werden. Ein seriöser Anbieter ist stets bereit Ihnen vor Ort Einsicht in sein Labor zu gewähren. Anbieter welche Ihre Festplatte verschicken, verfügen entweder nicht über das geeignete Equipment oder die Kompetenz eine Datenrettung selbst durchzuführen.

Insbesondere Firmen möchten wir darauf hinweisen, dass Ihre sensiblen Unternehmensdaten häufig ohne Ihr Wissen und Einverständnis ins Ausland verschickt werden, um die Datenrettung dort preisgünstiger ausführen zu lassen.

Achten Sie auch auf die AGB des Unternehmens. Werden Ihnen tatsächlich keine Analysekosten in Rechnung gestellt, oder fallen diese Kosten bei einer nicht gewünschten Datenrettung doch an?

Prüfen Sie auch, ob Ihnen Kosten für eine nicht erfolgreiche Datenrettung in Rechnung gestellt werden. Häufig werden Daten nach einer Analyse als wiederherstellbar deklariert, obwohl dies bereits in der Diagnose ausgeschlossen werden konnte. Dies führt dazu, dass dem Kunden eine Datenrettung zumindest teilweise in Rechnung gestellt werden kann, selbst wenn sie nicht erfolgreich war.

In letzter Zeit häuft sich leider diese Geschäftspraxis, Datenträger an einer Abgabestelle einzusammeln bzw. kostenfrei abzuholen und von dort an Labore in Deutschland oder ins Ausland (häufig Osteuropa und China) zu verschicken. Somit gelangen die Daten vieler Kunden in die verschiedensten Hände im In- und Ausland ohne dass dies dem Kunden bekannt ist. Die Einhaltung jeglicher Datenschutzrichtlinien kann unter diesen Umständen nicht mehr gewährleistet werden.

Bitte prüfen Sie Ihren Datenrettungsanbieter stets ausführlich.

Wir empfehlen Ihnen daher folgende Checkliste:

  • Befindet sich das Labor des Anbieters wirklich an der besagten Adresse oder ist dies nur eine Abholstelle?
  • Wohin wird Ihr Datenträger verschickt? Wird der Datenträger von dort an einen Subunternehmer weitergeleitet?
  • Wer führt die Arbeiten an Ihrem Datenträger aus?
  • Können Sie sich persönlich einen Einblick in das Labor verschaffen? Ist ein Reinraum vorhanden? (Mechanische Schäden können nur im Reinraumlabor ausgeführt werden)
  • Nimmt man sich Zeit für eine ausführliche Beratung oder werden Sie eher zu einer Entscheidung gedrängt?
  • Kommt es zu ungewöhnlich langen Bearbeitungszeiten (Ist Ihr Datenträger ins Ausland versendet worden?)
  • Prüfen Sie ausführlich die AGB und das Impressum dieser Anbieter
  • Werden Sie regelmäßig über den Stand der Datenrettung informiert oder kommt es hier zu starken Verzögerungen bei Nachfragen zum aktuellen Bearbeitungsstand oder bei versprochenen Lieferzeiten (Ist Ihr Datenträger bei einem Subunternehmer im Ausland)?
  • Sind die Preise nachvollziehbar oder kommt es hier zu Unstimmigkeiten?

Professionelle Datenrettungsanbieter sollten Ihnen stets einen aktuellen und ausführlichen Stand zur Diagnose oder Datenrettung Ihres Datenträgers geben können. Verzögerungen deuten hier häufig auf eine lange Kette an Subunternehmer im Ausland hin.

Zuletzt sollte es auch im Interesse aller Kunden sein, einen Anbieter vor Ort zu wählen um die regionale Wirtschaft zu stärken und die Arbeitsplätze in der Region zu erhalten.

Der Kauf von Speicherplatz war stets einfach: Man wählt eine Festplatte die dem eigenen Budget und der benötigten Speicherkapazität entspricht. Doch der Aufstieg der SSD und der Cloud Storage Angebote erschwert die Entscheidung bei der Wahl des Speicherortes.

Es bestehen je nach Wahl der Datenabspeicherung große Unterschiede zwischen den Preisen pro GB und den Zugangsgeschwindigkeiten. Obwohl Clouddienste häufig teurer sind, bestehen weniger Chancen für den Verlust der eigenen Daten. Sie wählen lediglich was abgespeichert wird, die Hardware Komponente und Wartung übernimmt der Cloudanbieter.

Doch so leicht ist die Entscheidung, besonders für Unternehmen nicht. In letzter Zeit häufen sich Meldungen von gehackten Anbietern wie Yahoo und Dropbox. Die Zugangs- und Accountdaten von Millionen Usern wurden gehackt und zum Verkauf angeboten. (Mehr zu den Vorfällen finden Sie hier: (http://www.pcwelt.de/news/Yahoo-Hacker-sollen-200-Millionen-Nutzerdaten-geklaut-haben-10046368.html und http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-Dropbox-Hacker-Angriff-16239955.html) Ein Schutz Ihrer internen und sensiblen Daten kann Ihnen bei diesen Anbietern nicht 100%ig gewährt werden. Die Anbieter verschlüsseln Ihre Userdaten zwar, doch häufig handelt es sich dabei um alte Verschlüsselungsmethoden, welche bereits seit Jahren vom Hobbyhacker entschlüsselt werden können. Zudem geben die wenigsten Cloudanbieter an, wie und auf welche Weise die Userdaten vor fremden Zugriff geschützt werden und wie aktuell die genutzte Verschlüsselungsmethode ist.

Doch zurück zum Preisvergleich bei der Datenspeicherung:

Direkter Vergleich der Cloud Storage Anbieter – Preis pro 1TB / Monat:

Anbieter Preis für 1TB pro Monat Besonderheiten
Apple iCloud 9,99 € -
Microsoft One Drive 7,00 € beinhaltet zudem Office 365 Personal
Google Drive 9,99 € -
Dropbox 9,99 € -
Amazon Cloud Drive 5,83 € unbegrenzter Speicherplatz

Preise pro 1 TB über vier Jahre:

Speichermedium Modell Preis pro 1TB über 4 Jahre
1TB SSD Samsung 850 EVO 339 € (=Beschaffungspreis)
1TB Festplatte Toshiba SATA 7,200rpm 53 € (=Beschaffungspreis)
1TB Cloud Storage Durchschnitt der Anbieter 479,52 €

Der Preis ist nicht der einzige entscheidende Faktor bei der Wahl des Speichermediums. Auch die Geschwindigkeit spielt dabei eine große Rolle, so sind SSDs beispielsweise doppelt so schnell beim Aufruf von Dateien und der Dateispeicherung.

Verglichen wurde die zwei Datenträger mit dem größten Marktanteil: die Western Digital Blue 1TB Festplatte und Samsung’s 850 EVO SSD sowie der Durchschnitt aller Cloudanbieter.

Abgeschlagen sind hier eindeutig die Clouddienste, welche zudem natürlich noch abhängig von der eigenen Internetgeschwindigkeit sind. Unumstritten ist dabei jedoch, dass Clouddienste niemals die Geschwindigkeit von lokalen Datenträgern erreichen werden. Selbst mit einem schnellen Internetzugang ist man noch abhängig von den Servergeschwindigkeiten der Cloudanbieter.

Benötigte Zeit um eine 1GB Datei zu öffnen / abzuspeichern:

Speichermedium Aufrufen Abspeichern
SSD 2 sec 2,5 sec
Festplatte 5 sec 6 sec
Cloud 2 min 52 sec 14 min 40 sec
* Geschwindigkeiten ausgehened von einem 50mbps (Download) / 10mbps (Upload) Internetzugang.

Es zeigt sich, dass die Wahl für das bevorzugte Speichermedium abhängig vom eigenen Nutzen ist.

Fragen, die Sie sich daher bei Ihrer Entscheidung stellen sollten, sind:

  • Wie schnell/langsam ist Ihre Internetgeschwindigkeit?
  • Existieren sensible Daten welche unter keinen Umständen in die Hände Zweiter gelangen sollten?
  • Prüfen Sie die AGB’s der Cloudanbieter, treten Sie sämtliche Rechte an Ihren eigenen Dateien ab?
  • In welchem Land befindet sich der Serverstandort des Cloudanbieters?
  • Wie schnell sollten Ihre Daten aufrufbar sein?
  • Wieviel sind Sie bereit für die Datenspeicherung pro Monat auszugeben?

Aus Erfahrung als Datenrettungsunternehmen noch folgenden Hinweis:

Bei der Wahl des Speichermediums sollten Sie ein Medium wählen, welches nach derzeitigem Stand der Technik bei einem Hardwareausfall auch wieder soweit reparabel ist, dass eine Wiederherstellung der Daten möglich wäre. Leider ist dies bei ca. 50 % der SSD Marken noch nicht der Fall.

Ein Datenverlust kann zu einer existenziellen Gefährdung von Unternehmen führen. Doch auch für Privatpersonen bedeutet der Verlust von wichtigen Dokumenten oder Bildern einen Verlust von unersetzbarem persönlichen Wert.

Durch externe Einflüsse wie z.B. einen Brand oder einen Rohrbruch, können die gespeicherten Daten auf dem Server oder Computer verloren gehen. Doch auch der Ausfall der Hardware Komponenten oder eine ungewollt ausgeführte Löschung der Daten kann zu einem Verlust Ihrer Daten führen. Eine Datenwiederherstellung ist zwar in den meisten Fällen möglich, dafür entstehen jedoch je nach Art des Schadens und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand gewisse Kosten. Unterschiedliche Versicherungen tragen unter gewissen Bedingungen die Kosten für eine Datenrettung. Oft herrscht jedoch Unklarheit bei den Versicherten, ob Ihr Datenverlust durch die eigene Versicherung abgedeckt ist.

Laut einer im Jahr 2010 durchgeführten Umfrage unter den im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) organisierten 77 Anbietern von Hausratsversicherungen, gaben nur 3,9% der befragten Versicherungen an, dass Datenrettungskosten im Basis-Hausratversicherungstarif abgedeckt seien. Allerdings gaben 15,6 Prozent der befragten Versicherungen an, dass Datenrettungskosten in einem erweiterten Hausratversicherungstarif abgedeckt seien.

Es gibt für Privatpersonen und Unternehmen verschiedene Versicherungen, welche eine Datenrettung abdecken können. Wir zeigen Ihnen hier beispielhaft einige Besonderheiten dieser in Bezug auf die Übernahme von Datenrettungskosten:

Private Hausratversicherung

Was die Inhaltsversicherung für Firmen darstellt, ist die Hausratversicherung für Privatpersonen. Kommt es zu einem Datenverlust infolge von Hard- oder Software-Schäden, kommen einige aktuelle Versicherungstarife für die Datenrekonstruktion auf. Voraussetzung ist, dass eine versicherte Gefahr (z.B. ein Brand) den Schaden versursacht hat. Ältere Hausratversicherungen übernehmen die Kosten für eine Datenrettung dagegen eher selten. Welche Höchstgrenzen von den Versicherungsgesellschaften im Fall einer Datenrettung übernommen werden, finden Sie in den aktuellen Tarifen. Hier beispielhaft einige Versicherungstarife, welche eine Datenrettung übernehmen, sowie deren maximale Auszahlungssummen pro Fall.

Allianz (Hausrat Basisschutz | Grundschutz | SicherheitPlus)
max. 0,5% - 2% (der Versicherungssumme)

AXA (Baustein Premium in BOXflex Hausrat)
max. 1.000€ pro Fall

ERGO Direkt (Hausrat | Hausrat Premium)
max. 500€ bei defekter Hardware / 500€ bei defekter Hardware bzw. 1.000€ bei Brand- oder Wasserschaden

Europa (Hausrat Basis | KOMFORT-Schutz)
max. 1.000€

(Stand: Februar 2016, keine Haftung für die Angaben)

Private Haftpflichtversicherung

Schwieriger gestaltet es sich hingegen, wenn die Haftpflichtversicherung für die Datenrettung privater Daten herangezogen werden soll. Nach § 823 BGB (Schadensersatzpflicht) zahlt die Haftpflichtversicherung für die Datenrettung, wenn nachgewiesen werden kann, dass durch die Beschädigung der Festplatte ein finanzieller Schaden entstanden ist. Da es sich bei den meisten Datenverlusten von Privatpersonen um keinen finanziellen Schaden handelt, gestaltet sich die Kostenübernahme durch den Versicherer in einigen Fällen als schwierig. Häufig trägt die Haftpflichtversicherung nur die Kosten für die Neuanschaffung des Datenträgers. Eine Datenwiederherstellung bezahlen nur wenige Versicherungsgesellschaften. Die Haftpflicht leistet wie bei Unternehmen nur, wenn eindeutig nachgewiesen werden kann, dass dem Gegenüber durch den defekten Datenträger ein finanzieller Schaden entstanden ist. Zudem muss auch hier eine aktuelle Sicherungskopie vorhanden und die Rekonstruktion der Daten preisgünstiger sein als die Neuerstellung der Daten.

Betriebshaftpflicht

Wichtig hierbei ist, dass nicht nur Personen- und Sachschäden abgedeckt sind, sonst auch finanzielle Nachteile für Dritte (bspw. Kunden) versichert werden. Dies ist häufig nicht Bestandteil einer herkömmlichen Betriebshaftpflicht. Häufig bietet sich daher eine Erweiterung um eine Vermögensschadenhaftpflicht an. Alternativ gibt es von einigen Versicherungsgesellschaften zudem spezielle IT-, Media- und Consulting- Haftpflichtversicherungen welche Datenverluste mitversichern.
Meistens werden die Kosten für eine Datenrettung bei diesen Haftpflichtversicherungen nur unter bestimmten Voraussetzungen übernommen. Der Defekt des Datenträgers muss in einigen Fällen von einem Gutachter bestätigt werden und auch das Vorhandensein eines Backups wird überprüft. Generell sollten die Kosten für die Datenrettung preiswerter sein als die Kosten einer Neuerstellung.

Inhaltsversicherung

Um die Vermögensgegenstände eines Unternehmens abzusichern, wird häufig eine Inhaltsversicherung abgeschlossen. Die firmeneigenen Güter werden gegen Beschädigung und Verlust versichert und decken in der Regel Einbruchdiebstahl, Feuer-, Sturm-, Hagel-, und Wasserschäden ab. Aus diesen Schäden resultierende Datenverluste werden generell von der Versicherung übernommen. Nicht im Versicherungsschutz enthalten sind allerdings Kurzschlüsse, Anwendungsfehler, Fahrlässigkeit und Sabotage.

Elektronikversicherung

Eine Elektronikversicherung versichert so gut wie alle stromgebundenen Geräte und Anlagen der IT, des Kommunikationswesens sowie der Büro-, Medizin-, Sicherungs-, und Meldetechnik ab. Sie deckt neben den Grundgefahren (z.B. Feuer-, und Hagelschäden) ebenfalls spezifische Risiken wie Fahrlässigkeit, Anwendungsfehler oder Kurzschlüsse ab. Eine Elektronikversicherung wird häufig als Ergänzung zur Inhaltsversicherung genutzt um preisintensives Equipment zu versichern. Zusätzlich zu stationären Geräten können auch mobile Gegenstände (Laptop, Handy) mitversichert werden, dies kann auch geleaste oder gemietete Gegenstände betreffen. Hier lohnt sich allerdings ein Blick ins Kleingedruckte: häufig wird nur die Hardware und deren Wiederbeschaffungswert versichert. Software und Daten sind häufig nicht in die Versicherung miteingeschlossen.

Datenversicherung

Aus diesem Grund bieten einige Gesellschaften eine extra Software- bzw. Datenversicherung an. Bei manchen Versicherungen ist sie auch bereits Bestandteil der Elektronikversicherung. Diese versichert den Verlust von Programmen und/oder Daten auf Datenträgern. Es werden die Kosten für die Neuanschaffung, des Neuaufspielens von Software sowie für eine professionelle Datenrettung wie Day1 Data sie anbietet übernommen. Allerdings gibt es einige Versicherungsbedingungen für den Versicherten: Es müssen regelmäßige Backups an einem separaten Ort erstellt werden (diese Bedingung gilt natürlich nicht, wenn es sich bei dem beschädigten Datenträger um die Backup-Lösung handelt, oder die zu rettenden Daten erst aktuell gespeichert wurden) und auch der Antiviren- und Firewallschutz sollte stets auf dem aktuellsten Stand sein. Zudem muss der Datenverlust auf beschädigte Hardware zurückzuführen sein. Gezielte Hackerangriffe und Ransomware kann mittlerweile ebenfalls bei einigen Gesellschaften mitversichert werden. Dabei werden nicht nur die Kosten für die Datenrettung übernommen, sondern auch Kosten für weitere entstandene Schäden (z.B. Verlust von personenbezogener Bankdaten).

Somit gilt sowohl für Privatanwender als auch für Unternehmen: Wer besondere, nicht ersetzbare digitale Daten speichert, sollte sich zusätzlich zur regelmäßigen Datensicherung auch Gedanken zur Versicherung seiner Daten machen.

Als Datenretter sehen wir die verschiedensten RAID Konfigurationen, Setups und damit einhergehend auch die in RAID Systemen genutzte Festplatten. Häufig spielen die für die RAID Konfiguration gewählten Festplatten eine große Rolle bei der Ursache des Ausfalls.

Auch in bereits komplett aufgesetzten NAS Systemen, welche bereits als vorkonfiguriert und mit Festplatten verkauft werden, werden meist aus Kostengründen Standard Desktop / Single User Festplatten genutzt.

Doch was macht RAID geeignete Festplatten aus? Worauf sollten Sie achten? Und warum liegen die Preise für RAID Festplatten so viel höher als für Standard Single User Festplatten?

  1. Hitzebeständigkeit
    Die Temperaturen in einem Server/NAS liegen signifikant höher, als in einen normalen Desktop PC. Aufgrund der Nähe der Festplatten zueinander, erhöhen sich die Temperaturen zudem mit jeder weiteren Festplatte um ein Vielfaches. Dieser Anforderung sind Standard Festplatten nicht gewachsen.
  2. Vibrationsbeständig
    Jede einzelne Festplatte stößt während Ihrer Nutzung Vibrationen aus. Aufgrund der Anzahl der Festplatten im Server/NAS sind diese Vibrationen nun um ein vielfaches höher. Dies bedeutet, um einwandfrei funktionieren zu können, müssen RAID Festplatten resistent gegen diese vorherrschenden Vibrationen im System sein. Gerade für Standard Festplatten führen diese dauerhaften Vibrationen in der Umgebung der Festplatte langfristig häufig zu Schäden des Schreib-/Lesekopfes.
  3. In Dauerbetrieb
    Server oder NAS sind generell 24/7 in Betrieb. Aus diesen Gründen sollten auch die darin genutzten Festplatten für den Dauerbetrieb geeignet sein. Dabei spielt die Hochwertigkeit der verbauten Materialien und der Verarbeitungsqualität der Festplatte eine wichtige Rolle. RAID Festplatten sind resistenter und können rund um die Uhr laufen. Beachten Sie: Einige Standard Festplatten sind beispielsweise nur für eine Back-up Speicherung geeignet wie bspw. in einer externen Festplatte, selbst eine tägliche Nutzung von 8 Stunden würde diese Festplatten überfordern. Achten Sie beim Kauf daher immer auf das Modell und seine vom Hersteller empfohlene Nutzung.
  4. Aufmerksam
    RAID Festplatten sind dafür konfiguriert, bestehende Schäden umgehend dem System zu melden. Sollte eine Festplatte erste Anzeichen von Problemen aufweisen, wird das System automatisch informiert. Der User erhält hier rechtzeitig die Information zu handeln. In den meisten Fällen sind diese Zeitspannen gerade genug Zeit um beschädigte Festplatten auszutauschen und einen Datenverlust zu verhindern. Und Standard Festplatten? Standard Festplatten sind nicht dafür programmiert auf Ihre Umgebung zu achten und Fehler zu melden. Kommt es zu Defekten oder Problemen schaltet die Festplatte einfach ab. Ohne vorhergehende Benachrichtigung an das System. Das RAID System kann den Ausfall nun nicht einschätzen und versucht, natürlich erfolglos, die RAID Konfiguration wiederherzustellen.

Was sollten Sie noch bei der Zusammenstellung Ihrer Festplatten beachten?

Generell gilt die Regel, nur die Speicherkapazität zu wählen, die auch tatsächlich benötigt wird. D.h. liegt Ihr Datenbestand bei ca. 6TB so würden wir Ihnen nicht mehr als 10TB Speicherkapazität im Server/NAS empfehlen. Denn je mehr Festplatten im RAID Verbund stehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalles einer Festplatte. Erweitern Sie die Speicherkapazität Ihres Server/NAS stattdessen eher, wenn Sie tatsächlich benötigt wird. Damit halten Sie die Chancen für einen Ausfall geringer, und Ihre Anschaffungskosten bleiben niedrig und entsprechen der tatsächlich notwendigen Kapazität.

Und welche Festplatten eigenen sich nun in einer RAID/NAS Konfiguration?

Das Modell sollte explizit vom Hersteller für die RAID Nutzung ausgeschrieben sein. Diese werden als NAS/RAID/oder Enterprise Festplatten vom Hersteller bezeichnet. Aufgrund unserer Erfahrung empfehlen wir Western Digital RED oder Enterprise Class Festplatten.

Ein weiterer Tipp:
Häufig werden Festplatten für ein RAID System zeitgleich gekauft und kommen damit meist aus derselben Charge. Dies bedeutet allerdings auch, dass sich diese Festplatten eventuelle Probleme und Schwächen teilen. Besser ist es daher, die Festplatten zeitversetzt zu kaufen oder unterschiedliche Herstellungsdaten zu wählen. Nicht selten erreichen uns Datenrettungsfälle für ein RAID System mit zwei defekten Festplatten, welche exakt denselben Fehler aufweisen. In 90% dieser Fälle stammen die Festplatten aus denselben Chargen.

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